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A 46: Berkenhofskämper sollen ihre Meinung einbringen

Menden, 12.03.2010, Corinna Schutzeichel

Menden. Wenn die A 46 durch Menden führt, dann sind sie unmittelbar betroffen: Donnerstagabend informierten sich zahlreiche Anwohner des Berkenhofskamp über die geplanten Trassenvarianten.

Thomas Höddinghaus, viele Jahre Bau-Fachbereichsleiter und nun Leiter mehrerer städtischer Eigenbetriebe, referierte den aktuellen Stand der Planungen.

Die Diskussion, ob die Autobahn im heimischen Raum notwendig ist oder nicht, „ist in Berlin schon längst entschieden und mit ,Ja' beantwortet worden”, führte Thomas Höddinghaus aus. Dennoch gebe es im Laufe des Projektes für Bürger ausreichend Gelegenheit, zum Autobahnbau Stellung zu beziehen.

Zwei Gutachten

Kernpunkt von Höddinghaus' Ausführungen waren zwei Gutachten, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen: Zum einen das Gutachten, das der Landesbetrieb Straßenbau als Bauherr in Auftrag gegeben hatte. Und zum anderen ein Gutachten, das die Stadt Menden vor wenigen Jahren gemeinsam mit Hemer und Iserlohn beauftragt und mit zusätzlichen Verkehrszählungsdaten unterfüttert hatte. Thomas Höddinghaus zeigte an mehreren Beispielen, wo die beiden Gutachten differieren. So prognostizieren die Fachleute, die im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau die Auswirkungen der A 46 unter die Lupe genommen haben, durch die Autobahn große Entlastungen beispielsweise für den Bräukerweg. „Bei unserer Prognose fällt die Verkehrsentlastung für den Bräukerweg nicht so hoch aus”, fasste Thomas Höddinghaus zusammen. „Uns ist aufgefallen, dass einige Punkte in der Studie nicht schlüssig sind.”

Ein Stück Natur opfern?

Größten Wert legten sowohl die Dorfgemeinschaft Berkenhofskamp als Veranstalter des Abends als auch Referent Thomas Höddinghaus darauf, sich nicht für oder gegen die A 46 auszusprechen. „Wenn Menschen nach Abwägung von Für und Wider ein Stück Natur opfern wollen, dann kann das gut und richtig sein. Ich habe aber dann ein Problem damit, wenn man die Konsequenzen herunterspielt nach dem Motto: Das ist alles gar nicht so schlimm”, so Thomas Höddinghaus. Der Abwägungsprozess müsse „sauber und ehrlich” ablaufen. Er ermunterte die Berkenhofskämper, sich bei der Bürgerbeteiligung mit ihrer Meinung einzubringen. Eines dürfe nicht passieren: „Dass sich nachher jemand hinstellt und sagt, das habe er nicht gewusst. Deshalb mein Appell: Bringen Sie sich ein.”

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