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Autobahngegner fühlen sich nach 


Behördentermin bestätigt

Menden, 04.11.2009, Michael Koch
Menden/Meschede. Auch nach dem so genannten Behördentermin zum Weiterbau der A 46 am Dienstag in Meschede ist noch nicht klar, wie genau die Autobahntrasse auf Mendener Gebiet verlaufen würde.

Klar ist auch noch nicht, ob es denn tatsächlich zu einer Tunnellösung kommen könnte oder ob nicht doch ein Brückenbauwerk das Hönnetal überqueren würde.

Unklare Alternativen

Und auch wenn es zur Tunnellösung kommen würde, ist noch unklar, welche Variante zum Zuge käme: Die, die hinter dem Haunsberg früher beginnen und dafür bereits hinter dem Naturschutzzentrum Arche am Limberg auch früher wieder aus der Erde kommen würde. Oder die, die zwar die Natur am Limberg besser schützen, bei der aber auch der Tunnel später beginnen würde — und die Anwohner wohl noch mehr beeinträchtigt würden.

Trotz oder gerade wegen dieser Unklarheiten: Die Umweltverbände und die in der GIgA46 organisierten Autobahngegner sehen sich bestätigt: Der Behördentermin habe die Argumente gegen den Weiterbau der Autobahn A 46 noch verstärkt.

 Massive Eingriffe

Aber auch von neutralen Teilnehmern der gestrigen Sitzung bei der Mescheder Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau sind eher nachdenkliche Töne zu hören: Zwar komme ein Autobahnbau nie ohne Konflikte mit dem Umweltschutz aus, doch hier seien die Eingriffe schon sehr massiv — vor allem, wenn man sie in Relation zu dem doch eher niedrigen Verkehrsaufkommen setze, das für die A 46 kalkuliert werde. Die schon eher optimistisch angesetzten Prognosen über die Fahrzeugbewegungen lägen am unteren Rand des Spektrums, in dem man überhaupt eine Autobahn baue.

Offensichtlich gab es gestern bei dem Behördentermin, der eine Vorstufe für die noch kommende Bürgerbeteiligung ist, auch Kritik an der Methodik der Gutachter. So seien etwa Zahlen des interkommunalen Verkehrsplans nicht richtig verarbeitet worden.

Öffentlichkeitsarbeit

Bürger informieren

Die offizielle Einschätzung der Landesbetriebs Straßenbau, nach der es einen Korridor gebe, in dem „unter Einbeziehung von Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen die Umsetzung im Rahmen einer Gesamtabwägung möglich ist”, kann die Mendenerin Claudia Mölle von der GiGA46 keinesfalls teilen: Es habe sich vielmehr ein weiteres Mal die Unsinnigkeit des Autobahnprojekts gezeigt. Die Gegner wollen nun verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Den Bürgern sei überhaupt noch nicht klar, wie massiv die Auswirkungen auf Menden seien. „Das Rauherfeld und der Berkenhofskamp werden voneinander getrennt.”

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